Bei der Berechnung einer Abfindung ist ein entscheidender Punkt, von welchem Gehalt bei der Berechnung auszugehen ist. Auch in Verhandlungen über die Abfindung eröffnen sich bei dieser Frage immer wieder Streitpunkte.

Brutto statt Netto!

Die erste Regel lautet zunächst: Es wird immer über Bruttobeträge gesprochen. Der tatsächlich ausbezahlte Nettolohn ist keine geeignete Größe, um über Abfindungen zu verhandeln oder diese zu berechnen. Der Nettolohn hängt von der individuellen Steuerklasse und letztlich dem jeweiligen Einkommenssteuersatz ab. Das sind Faktoren, die allein in der Sphäre des Arbeitnehmers liegen und daher bei der Verhandlung über den vom Arbeitgeber zu zahlenden Abfindungsbetrag keine Rolle spielen können.

Das richtige Monatsgehalt ermitteln

Zur Berechnung einer Abfindung ist also zunächst das Monatsgehalt zu ermitteln. Allerdings sind auch 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Boni, Zuschläge, Provisionen und sonstige Einmalzahlungen, aber auch ein Dienstwagen und andere geldwerte Vorteile zu berücksichtigen.

Wenn Sie für Ihren Fall das richtige Monatsgehalt ermitteln wollen, gehen Sie am besten nach den folgenden Schritten vor:

Grundsatz: Es zählt der Jahresdurchschnitt!

Wenn sich im Vergleich zum letzten Jahr bei Ihrem Gehalt nicht viel verändert hat, dann nehmen Sie einfach die letzte Lohnabrechnung für den Dezember zur Hand.

Diese Lohnabrechnung für Dezember enthält die gesamte Jahressumme einschließlich aller Sonderzahlungen, geldwerter Vorteile (Dienstwagen usw.) und sonstiger Vorteile, die in den Bruttolohn einfließen.

Nehmen Sie einfach die Summe, die dort als Jahresbrutto ausgewiesen ist, teilen diese Summe durch 12 – und schon haben Sie das Monatsgehalt, welches für die Berechnung der Abfindung zählt.

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